Freundeskreis Asyl Schmitten
Freundeskreis Asyl Schmitten

Bewerbung für den Integrationspreis des Hochtaunuskreises 2015

Schmitten, den 30.3.2015

 

Sehr geehrte Jury,

hiermit möchten wir uns für den „Integrationspreis des Hochtaunuskreises 2015“ bewerben.

Wir, das sind z.Zt. 32 Mitglieder des „Freundeskreis Asyl Schmitten“.

Flüchtlingshilfen gibt es mittlerweile im Hochtaunuskreis zum Glück viele. Überall werden Hände und Herzen gebraucht, die große Herausforderung, die die weltweit größte Flüchtlingswelle für Europa, für Deutschland, für Hessen und unseren Kreis  bedeutet, zu meistern.

Warum halten wir uns für geeignet, den Preis zu erhalten?

Wir waren unter den ersten, die im ländlichen Raum (Usinger Land) mit der Unterbringung von Flüchtlingen konfrontiert wurden und hatten eine schlechte Ausgangslage. Es gab offen artikulierten Widerstand in unserer Gemeinde gegen eine Unterkunft mit 70-80 Männern. Sogar eine Bürgerinitiative formierte sich.

Doch Dank privater Initiative und dem vom Kreis unterstützten Konzept, dezentrale Unterkünfte zu schaffen und hauptsächlich Familien zu beherbergen, haben wir in Schmitten eine Situation geschaffen, von der wir sagen können: es funktioniert.

Was es braucht, ist eine Menge Engagement. Der Schlüssel aber ist: Kommunikation. 

Die Integration der bei uns lebenden Flüchtlinge, in unser Gemeindeleben, liegt uns am Herzen, und wir setzen uns dafür täglich in erheblichem Maße ein.

Wir möchten uns hier an dieser Stelle als „Gesamtpaket“ bewerben, als ein lebendiges Kommunikations- und Kooperationsnetzwerk, das wächst und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

Es ist nicht gerade leicht, und es gibt noch viele Verbesserungen anzustreben. Wir sind manchmal ganz schön außer Puste und fragen uns, worauf wir uns da eingelassen haben. Es braucht enorm viel Kraft und viel, viel Zeit.

Wir legen großen Wert auf Öffentlichkeitsarbeit, nicht weil wir uns so toll finden, sondern weil wir wissen, dass es wichtig ist, das Bild des Flüchtlings in der Gesellschaft positiver werden zu lassen. Jede/r, der direkten Kontakt hat mit einem  Menschen aus einer anderen Kultur, kann seine Vorurteile nicht mehr aufrecht erhalten, das ist unsere Erfahrung.

Meine Freundin Fosiya aus Somalia sagte heute zu mir: „Israeli, Somali immer schlecht denken. Jetzt, wenn reden Somali, ich sage: nein, mein Freundin hat Sohn von Israeli und Sohn gut.“

Sie finden beigefügt Material über den „Freundeskreis Asyl Schmitten“. Wir hoffen, Sie sind uns gewogen.

Herzliche Grüße

im Namen des „Freundeskreis Asyl Schmitten“

Ilona Fritsch-Strauss

Ehrung des Freundeskreis Asyl Schmitten
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